•  
  •  LP REVIEWS 

  • Montana Max
 - Maximilian
  • Review vom 25.04.2009

    Montana Max

    2008 - 667 One More Than The Devil

    Bewertung:
    • 63 Bewertungen
    • 1
    • 2
    • 3
    • 4
    • 5

Review von Fabian

Mitte November 2008 veröffentlichte Montana Max sein zweites Soloalbum mit dem richtungweisenden Titel "Maximilian" über das Indie-Label 667 One More Than The Devil. Als Features sind Favorite, Casper, Saad und Vasee zu hören.

Bereits aus dem Pressetext geht hervor, dass es sich um ein "ganz persönliches Werk" handeln wird. Den Startschuss des 15 Track starken Albums gibt Gott: "Gott sagt: Ok es geht los!"
Was zunächst vielleicht dem ein oder anderen Hörer als zu sehr analysierend oder selbstreflektierend wirkt, entputt sich spätestens beim zweiten Hören als ein konstruiertes Konzeptalbum.
Songs die alle samt persönlich und thematisch sortiert sind, werden Blockweise von Battle Tracks durchbrochen und verdeutlichen die direkte Verbindung von Maximilian und Montana Max.
Mit "Typisch Ich" stellt Max den Leitfaden seines Albums vor: Die Erfahrungen des bürgerlichen Selbst (Maximilian) und die Welt seines künstlerischen Egos (Montana Max).
Im Titeltrack "Maximilian" gibt er die Höhen und Tiefen seiner Kindheit und Jugend preis, die ihm zu dem gemacht haben was er heute ist.
Einen sehr engen Bezug zu seiner Stadt hat der Hanseat und bekennende Werder Fan auf "Diese Stadt" und vermittelt "eine Liebe, die ewig lebt".
Aber auch mit Rapklischees weiß Maximilian aufzuräumen und zertrümmert zusammen mit Favorite die "Bassgitarre" und lässt die vermeidlichen Gangstarapper alt aussehen. Aber auch Battlefreunde kommen mit "Faust auf den Tisch" voll auf ihre Kosten.  
Ganz egal ob die prägende Zeit ("Maximilian"), die Last des Alltags ("Briefwechsel") oder die Suche nach dem Absoluten ("Hol mich raus") - Montana Max schafft es beeindruckend die Harmonie der Tracks mit Thematik, Lyrik und Beats zu einem Ganzen zu verpacken.

Einen guten Griff hat er vor allem bei den durchgehend abwechslungsreichen Beats getroffen, was die Wahl von sieben verschiedenen Produzenten bestätigt (u.a. AWE One, 7Inch, BJET und Kevoe West). Auch technisch hat sich Montana Max weiterentwickelt, was sich vor allem auf seinem Doubletime-Debut "Hol mich raus" widerspiegelt.

Insgesamt ist "Maximilian" ein rundum gelungenes Album, trotzdem hätte ich mir persönlich noch einen richtigen Banger a la "Hanseaten" gewünscht, der das Album überragt.
Montana Max ist auf dem richtigen Weg, seine Entwicklung geht stetig nach vorne, allerdings hat er mit seinem Zweitlinkswerk auch keinen Klassiker geliefert der noch in ein paar Jahren für Gesprächsstoff sorgen wird.

Weitere LP Reviews

Newsletter

Bestell dir News, Features, Audios, Videos und Dates direkt nach Hause.

Jetzt den dafoon.com Newsletter kostenlos abonnieren!

  • Gern geklickt
  • Suchbegriffe

Bottom

© 2000-2010 Public Styles New Media | Alle Rechte vorbehalten