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  • Beat Konducta - Vol. 3-4 / In India
  • Review vom 30.09.2007

    Beat Konducta

    2007 - Stones Throw

    Bewertung:
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Review von Tobias

Schaut man sich die Diskographie von Madlib an, neigt man fast ein wenig dazu den Überblick zu verlieren. Allein in diesem Jahr hat der Universalmusiker unter seinen vielen alter Egos bereits vier eigene LPs sowie eine EP herausgebracht, zusätzlich wurde von ihm das legendäre Album "Champion Sound", das er 2003 zusammen mit Jay Dilla unter dem Namen Jaylib herausbrachte geremixed und als Special Edition rereleased.

Als ob das noch nicht genug wäre war er auch noch zuständig für die Produktion der neuen Talib Kweli LP, "Liberation". Zwei der diesjährigen Veröffentlichungen hat der aus Oxnard, nicht weit von L.A. stammende Künstler unter dem Namen Beat Konducta über sein Heimatlabel Stones Throw herausgebracht. Zunächst einzeln auf LP sind die Volumes 3 und 4 jetzt auch komplett auf CD erhältlich!

Beat Konducta steht für Samplen auf allerhöchstem Niveau. Das Konzept bleibt das Selbe wie bei den ersten beiden Teilen, wieder widmet sich der Producer den Film-Soundtracks alter Streifen. Nur diesmal gewährt er dem Hörer Einblick in seine Sammlung an Indischen Platten. Kommt einem in erster Linie sofort Bollywood-Kitsch in den Kopf, hat die Platte wenig übrig davon. Artistisch und präzise sind die einzelnen Samples geschnitten und schließlich im 4/4 Takt angeordnet, virtuos und doch nicht überladen.

Die Auswahl solcher Soundtracks muss für Madlib gigantisch gewesen sein, denn am Ende klingt kein Stück wie das andere. Im Gegenteil jedes der 35 Instrumentale entfaltet ein ganz eigenes Leben und regt zu den unterschiedlichsten Assoziationen an. Einige wirken sehr experimentell andere dagegen wie klassische HipHop-Beats. Und doch haben alle eins gemeinsam, sie strahlen eine solche Komplexität und Eigendynamik aus, dass sie für sich stehen können, was heute nur wenige Producer fertig bringen. Die Platte ist absolut keine Sammlung von Rap-Instrumentalen, vielmehr sind die Samples Madlibs Instrumente mit denen das Multitalent zu jedem Zeitpunkt zu überzeugen weiß.

Interessant dürfte die Platte also nicht nur für Producer sein. Wer allerdings mit den orientalischen Klängen eher weniger anfangen kann, der wird sich auf den nächsten Teil der Reihe wahrscheinlich nicht lange gedulden müssen. Wie der mittlerweile in LA lebende Mann vor kurzem in einem Interview mit der Newsweek verlauten ließ, hat er bereits zehn weitere Episoden fertig produziert im Studio rum liegen, neben weiteren mindestens fünf LPs seiner Bands die unter Yesterdays Universe zusammengefasst werden... jeweils!

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