
Feature vom 10.06.2007

Feature von Christian
Auffällig sind dabei zunächst einige Überschneidungen, die deutlichen machen, dass die CDs zunächst nicht zur Bündelung vorgesehen waren. Superhits wie "California Love", "Nuthin' But A G Thang" oder "Gin & Juice" hört man also gleich zweimal. Ausnahmslos alle Tracks stammen aus der Death Row-Ära, wer also neuere Hits von Dre oder Snoop erwartet oder auf frühere Großtaten von 2Pac hofft, wird leider enttäuscht.
Die Erste der jeweils 12 bis 15 Tracks starken CDs ist Dr. Dre gewidmet und setzt sich vor allem aus Songs des Klassikers "The Chronic" zusammen. Bei Hits wie "Nuthin' But A G Thang", "Dre Day", "Gin & Juice" oder dem Grammy-prämierten "Let Me Ride" bleibt kein Auge trocken, zudem wurde auch auf Bomben wie das irgendwie doch nie tot gespielte "California Love" oder das bitterböse "Natural Born Killaz" mit Ice Cube glücklicherweise nicht verzichtet. Auch der Allstar-Track "Stranded On Death Row" darf natürlich nicht fehlen und vor allem bei diesem Track wird deutlich, warum Death Row Mitte der 90er das Label überhaupt war. Insgesamt hört sich die Dre gewidmete CD sehr gut durch, weiter also zu 2Pac.
Diese CD ist etwas reisserisch mit "The Prophet" betitelt und lässt auf den ersten Blick erkennen, dass auf viele Hits der Legende verzichtet wurde. Songs wie "Hit'em Up" oder "How Do You Want It" sucht man vergeblich, dafür wird aber beim Durchhören schnell deutlich, wie stark der Back Catalogue von Herrn Shakur doch ist. Auch die unbekannteren Tracks können durchaus überzeugen, darüber hinaus gibt es einige düstere Perlen des späten 2Pacs zu hören, hier seien nur "Me And My Girlfriend" oder das wütende "Against All Odds", von dem 50 Cent halbe Verses fast wörtlich übernommen hat, erwähnt. Aber auch Partytracks wie "California Love" oder "California Love Part 2 - without gay ass Dre" (O-Ton Shakur) und "To Live And Die In L.A." dürfen nicht fehlen. Ebenfalls eine sehr runde Sache.
Die letzte CD, die sich Snoop widmet, ist meiner Meinung nach am besten zum chillen bei einem gemütlichen Barbecue geeignet, Bomben wie "Who Am I (What's My Name?)" oder "Ain't No Fun (If The Homies Can't Have None)" treffen hier auf düstere Tracks wie "Murder Was The Case"... Ebenfalls kein hörbarer Ausfall!
Insgesamt handelt es sich bei der Compilation um eine interessante Alternative für "Einsteiger" in die Welt des Westküsten-Raps. Der günstige Preis von knapp 20 Euro rechtfertigt daher in jedem Falle einen Kauf, wenn man noch keine Alben der Künstler besitzt. Für eingefleischte Fans gibt es allerdings nichts Neues zu hören.